18/04/2020

Mensch, Medien, Monolog
Veröffentlicht von Sascha Heller

Dein Podcast für Medienwissenschaft. Jeden Freitag um 15 Uhr geht es um medienwissenschaftliche Praxis, Themen und Fragestellungen. Meistens im Monolog und manchmal auch im Dialog behandle ich – Medienwissenschaftler Sascha Heller – Aspekte unterschiedlichster Teildisziplinen der Medienwissenschaften.

Egal ob Mediengeschichte, Medienpädagogik, Medienmanagement, Medienpsychologie, Medienkompetenz uvm. Medien sind fast überall und aus unserem Alltag, unserem Leben und der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Genau deshalb ist es wichtig für mich und eigentlich für alle Menschen da draußen, sie und unseren Umgang damit ein bisschen besser zu verstehen und optimal zu nutzen.

Nicht nur verfügbar hier auf der Website, sondern auch direkt bei Anchor und bei Spotify!

Der Trailer:

Du hast diesen Podcast gefunden und bist dir unsicher, ob du gleich mit der 21-minütigen Erstfolge anfangen sollst? Du weißt noch nicht, was dich erwartest und möchtest lieber erst einen kurzen Klappentext lesen bzw. hören, bevor du einsteigst? Dann bist du hier beim Trailer genau richtig!

Folge 1: Was ist Medienwissenschaft?

Premiere des Podcast mit einer ganz langweiligen und einführenden Frage: Was ist Medienwissenschaft? Dabei geht es nicht nur eben auch um die relevante Hintergrundgeschichte der Medienwissenschaft sondern auch darum, zu klären, was Medien überhaupt sind. Reden wir dabei von denselben Dingen oder geht unser Verständnis von Medien da auseinander?

Folge 2: Wie wir unsere Medien wählen

Das medienpsychologische Feld der Medienwahl stellt die simple Frage: Was für Medien wählen wir und warum? Dieser Frage werde ich in dieser Folge auf den Grund gehen und dabei gängige, medienpsychologische Modelle und Theorien vorstellen, mit denen auch ihr in Zukunft genauer ein Auge auf eure Medienwahl werfen könnt.

Folge 3: Medien und die Konstruktion von Wirklichkeit

Wirklichkeitskonstruktion. Ein Thema, das nichts mit Verschwörungstheorien und Manipulation zu tun hat, sondern mit zwei einfachen Fragen:

– Was wissen wir über die Welt?

– Woher haben wir unser Wissen über die Welt?

Das meiste hat uns irgendwer erzählt oder wir haben es gelesen oder wir haben es gesehen. Unser Wissen über Weltgeschehen stammt wohl meistens aus den Nachrichten – TV, Radio oder Internet.  Zurecht stellen sich da viele Menschen die Frage, ob das, was sie da gerade lesen, auch stimmt. Genauso wichtig ist aber auch die Frage, ob das, was wir da lesen und sehen, Alles ist. 

Das, was uns Medienprodukte zeigen, wird für uns zur Realität.

Folge 4: Über Angst durch Medien

Ein Thema, womit nicht nur Horrorfilme und Thriller gemeint sind, die ganz explizit und bewusst mit der Angst bzw. Furcht der Menschen spielen. Denn während Furcht, wie in den genannten Filmgenres, sich auf eine Art Fluchtreflex vor gefährlichen Situationen und unmittelbarer Ungewissheit bezieht, ist die Angst eher zukunftsgerichtet und kontrollbasiert. 

Gerade jetzt – in Zeiten einer real beängstigenden Situation – sind Medien auch Teil unserer Angst. Ohne Medien wüssten wir eventuell nichts darüber, also sind sie vielleicht schuld? Aber die richtige, sachliche Aufklärung kann die Angst auch verringern. Denn: Grundlagen von Angst sind Unwissen, Ungewissheit und auch fehlende Kontrolle. 

Doch welche Rollen spielen Medien in Sachen Angst?

Folge 5: Wir und Medienkompetenz

Medienkompetenz als eine Fähigkeit, die dieser Tage wieder stark gefordert ist durch Homeoffice, remote Work, Homeschooling. Die Fähigkeit, technisch kompetent die eigenen Probleme und Anforderungen zu meistern. Aber ist das schon Alles?

Ja und nein. Nach Dieter Baacke ist diese als Mediennutzung bezeichnete Dimension der Medienkompetenz nur eine von vier. Ich bespreche in dieser Folge diese einzelnen Unterdimensionen der Medienkompetenz, ihre alltägliche Relevanz und gehe auch den Fragen nach, ob es überhaupt die eine Medienkompetenz gibt und warum diese Fähigkeit für uns so wichtig ist.

Folge 6: Stereotypisch: Vorurteile in Medien

Tagtäglich sehen wir Menschen, sowohl auf der Straße wie auch in den Medien. In allen Fällen nehmen wir diese Menschen wahr, erst sensorisch und dann auch kognitiv: Doch das, was wir tatsächlich wahrnehmen, ist bereits im Vorfeld beeinflusst worden.

Das Wissen um Stereotype, vorhandene Vorurteile und das Leben in einer Gesellschaft voller Diskriminierung sind medial gewachsen und tagtäglich reproduziert. Im heutigen Podcast geht es deshalb erstmal einführend um die soziale Identität des Menschen und wie Medien auf Grundlage dessen Teil sind von tagtäglicher Diskriminierung und dem Umgang mit der stereotypischen Reduktion anderer Menschen.

Folge 7: Wo sollen wir Medienkompetenz lernen?

Nach der bereits geklärten Relevanz der Fähigkeit der Medienkompetenz bleibt die Frage offen, wo wir diese Fähigkeit lernen können. In der Diskussion darum geht es oft um die Positionen Schule gegen Zuhause. Auch im Kontext mit ‘digital natives’ wird die Notwendigkeit eines Medienkompetenz-Unterrichts oft ignoriert, da angenommen wird, die Kinder lernten die notwendigen Fähigkeiten im Umgang mit Medien schon von alleine. Das ist leider nur selten oder unzureichend der Fall.

Deshalb geht es hier in dieser Folge vor Allem um eine Verteidigung der Position, dass Medienkompetenz als Schulfach einen Platz finden sollte, um allen Kindern und Jugendlichen eine einheitliche Grundlage zu vermitteln, was Medienkompetenz in all ihren Facetten angeht, um ein sicheres und souveränes Leben in unserer medialen Gesellschaft zu gewährleisten.

Folge 8: Das Medium “Videospiel”

Videospiele sind ein vergleichsweise junges Medium. Ihre Anfänge finden sich jedoch bereits Ende der 1940er und Anfang der 50er in Laboren, Instituten und den Köpfen kluger Physiker*innen. In dieser Folge geht es nicht nur darum, wie das geschichtlich zusammenpasst, sondern auch um die Fragen, wieso wir Videospiele überhaupt spielen, was Videospiele als Medium von anderen Medien wie Film und Literatur unterscheidet und ob Gewalt in Videospielen wirklich gewalttätig macht.

Folge 9: Repräsentation und Pride Month

Zum Anlass des mittlerweile 51. Pride Months, dessen “Feier” bzw. vielmehr Erinnerung auf die Stonewall Riots am 27. und 28. Juni 1969 zurückgeht, beschäftigen wir uns mit der Repräsentation. Dies bezieht sich auf den Platz und die Darstellung von marginalisierten Menschen in den Medien. Vor der Frage, wie Minderheiten in Medien repräsentiert werden, ist es wichtig, zu betrachten, wie Medien produziert werden und vor allem auch wer sie produziert. Denn nicht nur für queere Menschen, sondern auch für behinderte Menschen, BIPoC, nicht christliche Menschen uvm. ist Repräsentation in den Medien eine wichtige Sache. Und das nicht nur individuell und “politisch-ideologisch”, sondern auf einer wissenschaftlichen, psychologischen Ebene: Denn Repräsentation ist auch wichtig für die psychische Gesundheit und auch für den vielfältigen Zusammenhalt der gesamten Gesellschaft.